Natur: Eine Insel muss es sein

Von 100 Befragten nach ihrem Urlaubs-Wunschtraum antworteten 60:

"Eine Insel muss es sein!" 

Ich hätte auch so geantwortet, denn ich reise am liebsten auf Segelschiffen, mit denen ich mit reinem Umweltgewissen dort ankommen möchte, wonach ich mich sehne: nach Frieden und Freiheit und einer intakten Natur, möglichst im Urzustand auch im Alleinsein und auf einer kleinen grünen Insel in einem warmen Meer! Zu gerne wüsste ich, welche Erwartungen andere Inselfans hegen.
 


 Bild 10 Wie tut das gut, wenn die gesuchten Inseln nach langer Fahrt endlich am Horizont auftauchen! So mag es mancher Seefahrer empfinden, den die grenzenlose See bis zur Erschöpfung gebeutelt hat. Inseln kommt je nach Größe und Auftrag der Schiffe eine unterschiedliche Bedeutung zu. Die großen Schiffe werden die Untiefen und Riffe in Inselnähe fürchten, werden sie besser in respektvollem Abstand umfahren und froh sein, wenn sie wieder das offene Wasser vor sich haben.

(Foto: Mit eigenem Dhoni durch die maledivischen Atolle 1990-1994)


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 Bild 12 Für mich bedeuten diese Inseln Schutz vor der ungestümen Gewalt des Ozeans, zur Ruhe kommen, endlich wieder festen Boden unter den Füßen verspüren, verweilen dürfen, die Chance, dort alleine zu sein oder friedliche Menschen anzutreffen. Unser Planet hat unzählbar viele Inseln. Alle Meere in allen Klimazonen sind davon voll. Auf jeder aufgeschlagenen Seite eines Atlasses finden wir sie. Aber Insel ist nicht gleich Insel! - Für mich müssen sie klein und überschaubar sein, in einem warmen, lebensfreundlichen Umfeld liegen. Doch die Mehrzahl aller Inseln besteht aus Felsen mit steilen Ufern.


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 Bild 14 Hier kann man schlecht an Land kommen. Es ist gefährlich, wenn nicht sogar unmöglich. Ihr Boden ist meistens karg. Auf ihnen überleben kann man nicht, weil dort nichts Genießbares wächst. Von solchen Inseln träume ich nicht. 


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 Bild 16 Unter uns liegen die Inseln der Malediven. Von den 1200 Inselchen sind heute noch 890 unbewohnt. Manche haben sogar eigene Seen. Alle haben sie etwas Geheimnisvolles.  Was würden Sie tun, wenn das hier I h r e Insel wäre?. Es wohnen auf ihr keine Menschen. Sie wären hier ganz alleine. Wie würden Sie Ihren Alltag gestalten?


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 Bild 18 Bewohnte Inseln, schon gar nicht übervölkerte, reizen mich nicht besonders. Dort begegne ich allerorts Menschenwerk, Konsumgebahren, Unruhe, Enge, Lärm und Schmutz. 
  Ich will doch einmal der menschlichen Betriebsamkeit entfliehen, in reiner Natur, ohne abgelenkt zu werden, deren Schönheit genießen, ungestört Frieden erleben und dabei unsere verlorene Mitte wiederfinden.
Auf dieser Insel wohnen auf 2 qkm 70 000 Menschen. Eine Fülle von Unrat fließt ununterbrochen ins Meer. 800 Autos hupen sich den Weg frei. - Wäre d a s Ihre Trauminsel? - 


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 Bild 20 Auf mich wirken Übervölkerung und Masse abschreckend. Immer wieder erstaunt es mich, wie Menschen imstande sind, sich an etwas zu gewöhnen, was sie eher abschrecken müsste. Natur ist mit Wellblech zugedeckt.
Es geht auf den Malediven doch auch anders:


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 Bild 22 So sehen Vögel die Inseln für Touristen, denen dort für harte Dollar jeder Luxus geboten wird . Natur wird vermarktet und stirbt.
D a s sind sie, m e i n e Inseln, menschenleer!


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Bild 24 Ich habe danach in der ganzen Welt gesucht, habe Yachten auf vielen Meeren gechartert und bin schließlich tatsächlich fündig geworden. Eigentlich waren es immer meine Träume von solchen I n s e l n, die mein Interesse an Schiffen weckten und wachhielten.
In deutschen Landen gibt es auch Wasserflächen mit reizenden kleinen Inseln. Als Vogel dürfte ich sie betreten. Aber ich bin nun mal ein Mensch, und für den sind sie gesperrt.


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Aber aus der Distanz anschauen darf ich sie und träumen, "was wäre, wenn ...?" Jede Insel erzählt mir ihre Geschichte.