Seite 7
 


Bild 113
Meine Inselleidenschaft aber hat mich noch nicht losgelassen. Nur die Objekte haben sich verlagert.
Eine Airline muss ich gottdank nicht mehr bemühen, um auf meine neue Trauminsel zu gelangen. Sie gibt es im Pommernland auf dem wohl schönsten See des Baltischen Höhenrückens, dem Dratzigsee. Wie klingt das alles so bekannt. Es ist der See, an dem und auf dem ich ja meine Kindheit und Jugend verlebte.
 


  Bild 114

Es ist wieder die mir vertraute und von mir geliebte Ostpommersche Schweiz, das Tempelburger Land! Heute zu Polen gehörig. Aber das sehe ich nicht mehr als Verlust. Ich habe meine Heimat wiedergefunden, kenne viele nette Menschen dort, mit denen ich befreundet bin und die mich immer freudig willkommen heißen, und habe vor allem meinen Wurzelgrund wieder, bin nach meiner langjährigen Insel-Odyssee aus der Fremde heimgekehrt! 
 

 Bild 115
Heute schwimmt meine alte kleine Segelyacht auf dem See meiner Kindheit, und ich habe damit dort meine schwimmende Insel, die mir komfortabler als mein Strandkatamaran, wiederum Fahrzeug, Hütte und Bett ist. Das habe ich nicht einmal zu träumen gewagt!
Wie seltsam und unvorhersehbar doch ein Schicksal ist, das mich nun das Wiedersehen mit meiner allerersten Insel erleben lässt. Was hat diese kleine Insel doch damals in mir alles losgetreten? 
 

  Bild 116
Wie habe ich mich in all den Jahren nach dem Krieg nach dieser kleinen Insel gesehnt, bis ich aufbrach, einen Ersatz für sie zu suchen. Wie es mir dabei erging, habe ich auszugsweise erzählt.
 

  Bild 117
Ich habe nun auch die großen Wälder wieder mit ihrem geheimnisvollen Leben, die stillen, heimlichen Seen, an deren Ufern ich einst schaute, lauschte und träumte von einem Leben, genauso, wie es nun hinter mir liegt. 
Meine Heimat und ich, wir haben uns wieder, und genauso wie damals, bin ich von ihrer Schönheit überwältigt, kann mich nicht sattsehen, werde sie gegen nichts in der Welt mehr eintauschen. - Und wie verhält es sich mit der Insel weiter?
 

Bild 118


  Bild 119
Auf diesem See gibt es noch eine größere Insel, die Insel Kalkwerder, polnisch wird sie Bielawa genannt. Sie umfasst 78 ha. Bis 1945 war sie reines Ackerland. 
 
Heute ist sie urig bewachsen. Sie weist sieben verschiedene Landschaftsformen auf: u.a. weite Brachflächen, Urwald, Sumpfland, Buschlandschaft, Feucht- und Waldwiesen.
 
Das außergewöhnliche aber ist, dass auf dieser Insel sich ganz von selbst Rehe, Hasen, Fuchs, Dachs, Marder, Kaninchen, Fischotter und Wildschweine eingefunden haben, die hier heimisch wurden.

 Bild 120

 Bild 121
Die Insel Kalkwerder zu besitzen war Wunschtraum etlicher Financiers, die sich Golf- und Hotelanlagen darauf erträumten. Damit wäre nicht nur die Idylle dieser Insel, sondern die des gesamten Umfeldes zerstört worden. 
Rennboote hätten diesen See zerrissen und das einzige Kapital dieser Gemeinde, die Stille dieser urigen Natur, wäre kaputt. Das Tempelburger Land hätte seinen einzigartigen Reiz für beschaulich veranlagte Menschen verloren. 
 
Um dieser gefährlichen Entwicklung einen Riegel vorzuschieben, schlug ich der Gemeinde vor, die Insel Kalkwerder zu einem Natur-Erlebnis-Park zu gestalten. Um dafür die Mittel zu erhalten, gründete ich den gemeinnützigen Förderverein "Wildpark Kalkwerder e.V.", der sich im Einklang mit der polnischen Gemeinde und der übergeordneten Naturschutzbehörde für eine Verwirklichung dieser Idee einsetzt.

Prospekt Inselpark Kalkwerder: 

Seiten 1 und 2 
 
Seiten 3 und 4  Seiten 5 und 6 
Seither wurde viel geschafft. Die Gestaltung liegt ganz in unserer Hand. Es wurden eigenhändig Wege markiert, um das Wild nicht zu beunruhigen, wegen des noch jungen Baumbestandes Nisthilfen aufgehängt. 


 Bild 122


 Bild 123
Junge polnische Menschen halfen mit. Schutzhütten und Ruhebänke wurden aufgestellt und Anlegestellen für das von uns wesentlich mitfinanzierte Fahrgastschiff geschaffen, damit dieser herrliche See und unser Inselpark von jedermann besucht werden kann. Das alles ist leichter gesagt als getan.
 
Eine Beobachtungstribüne an der Waldwiese, Infotafeln, eine Baumschule kamen dazu. Damit sind wir noch längst nicht am Ende unserer Zielvorstellungen. Wir bedürfen dringend der Hilfe.
  
(Foto: Unsere neue Insel-Baumschule dient der Förderung einer größeren Artenvielfalt)
 


 Bild 124

Diese Insel soll zu einem Treffpunkt aller Naturliebhaber werden, eine Lehr- und Lerneinrichtung für ökologische Zusammenhänge und der daraus verpflichtenden Verhaltensweisen, eine Stätte der Besinnung und Erholung für all jene Menschen, die einmal angstfrei das Alleinsein auf einer richtigen Insel in einer Urnatur erleben möchten und vielleicht dabei einem scheuen Wildtier begegnen.
 

 Bild 125
Aus solchen Erlebnisquellen sollten wir schöpfen!
Alle Voraussetzungen dafür möchten wir schaffen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei helfen als Mitglied oder Spender! Vor allem freuen wir uns darüber, wenn wir Sie zum Besuch des Drawsko-Seenparks mit unserem Inselpark bewegen könnten!
Bei der Planung Ihrer Reise dorthin sind wir ihnen gerne mit Rat und Tat behilflich. Sie werden dann auch I h r e Trauminsel finden und erfahren, dass man dafür nicht in die Ferne reisen, sein Sparkonto belasten und große Risiken in Kauf nehmen und letztlich enttäuscht seine Suche abbrechen muss, weil naturbelassene Trauminseln auch betreten zu dürfen, höchsten Seltenheitswert besitzt. Im Drawsko-Seenpark können Sie das noch zum Nulltarif!
 
Wie und wo auch immer: Schöpfen Sie ohne Angst und ungestört kostenlos Freude, wahren Reichtum im Erleben der Schönheit einer unverfälschten Natur, wo immer das noch möglich ist, und zwar ohne jeden Rummel! Denn Natur ist das einzige Buch aus Erster Hand, von einer Schöpfermacht für jeden von uns geschrieben. Darin sollten wieder mehr Menschen lesen. 

 Bild 126

Auch auf dem Dratzigsee und seiner Insel Kalkwerder liegt es aufgeschlagen für jeden, der ein bisschen Sehnsucht danach mitbringt.